Am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga musste der 1. FFC Turbine Potsdam eine deutliche 0:7 (0:3)-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim hinnehmen. Trotz eines mutigen Starts konnte das Team von Trainer Kurt Russ den Favoriten nicht lange aufhalten. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigte sich die Effizienz der Gäste, die die Potsdamer Defensive mehrfach überwand.
Erste Halbzeit: Mutiger Start, aber Hoffenheim eiskalt
Turbine begann die Partie engagiert und versuchte, Hoffenheim früh unter Druck zu setzen. In den ersten Minuten störte das Team die Gäste konsequent im Spielaufbau, sodass diese zunächst Schwierigkeiten hatten, ihr Spiel zu entfalten. Doch die TSG nutzte ihre erste große Gelegenheit direkt zur Führung: Ereleta Memeti traf in der 10. Minute im zweiten Versuch zum 0:1.
Nur zehn Minuten später erhöhte die ehemalige Turbine-Spielerin Selina Cerci auf 0:2. Nach einer Flanke scheiterte Melissa Kössler zunächst an Potsdams Bundesliga-Debütantin Silia Plöchinger, doch Cerci verwandelte den Abpraller sicher.
Potsdam versuchte, sich nach den schnellen Gegentoren wieder zu stabilisieren, doch Hoffenheim blieb gefährlich. Die Gäste setzten immer wieder über die Außen Akzente, sodass die Potsdamer Defensive kaum zur Ruhe kam. In der 32. Minute sorgte Jill Janssens mit einem platzierten Schlenzer für den 0:3-Halbzeitstand.
Zweite Halbzeit: Hoffenheim dreht weiter auf
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Hoffenheim das Spielgeschehen fest im Griff. Die Gäste machten weiter Druck und ließen Turbine kaum Entlastung nach vorne. In der 58. Minute fiel das 0:4 durch Selina Cerci, die per Kopf traf.
Nur zwei Minuten später erhöhte Féli Delacauw auf 0:5. Zwar kam Turbine durch Kim Schneider zu einem Abschluss, doch TSG-Torhüterin Laura Dick war auf dem Posten.
In der Schlussphase sorgte Hoffenheim mit drei weiteren Treffern für den deutlichen Endstand. Féli Delacauw erzielte in der 82. und 87. Minute zwei weitere Tore und machte damit ihren Hattrick perfekt. Ein Ehrentreffer für Potsdam blieb aus, auch weil Viktoria Schwalm kurz vor Schluss nur den Pfosten traf.
Aufarbeiten und nach vorne blicken
Für Turbine Potsdam bleibt die Hoffnung auf Besserung in den kommenden Partien. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte unser Team in Phasen Moral – nun gilt es, daraus Lehren zu ziehen und in den nächsten Spielen wieder Punkte zu holen.
„Nach so einem Spiel und so einem Ergebnis ist es natürlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Unser Plan war es, mutig aufzutreten – vielleicht sind wir dafür am Ende ein Stück weit bestraft worden. Aber wir brauchen Siege, deshalb mussten wir dieses Risiko eingehen. Die ersten drei Gegentore haben besonders wehgetan, weil sie aus verlorenen Zweikämpfen entstanden sind. Nach dem 0:3 war es schwer, die Moral aufrechtzuerhalten, aber wir haben in der Halbzeit reagiert, auf ein 4-4-2 umgestellt und versucht, die Räume auf den Flügeln besser zu schließen. Dennoch haben wir uns letztlich selbst bestraft – und genau das darf uns nicht passieren. Es ist nicht einfach, wenn man immer wieder Rückschläge einstecken muss und trotzdem versucht, der Mannschaft Selbstvertrauen zu geben. Aber wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Jetzt heißt es, wieder aufzustehen, die positiven Ansätze weiterzuentwickeln und in den entscheidenden Zweikämpfen aggressiver zu agieren. Dass Hoffenheim über eine hohe individuelle Qualität verfügt, hat man heute gesehen – aber wir müssen uns darauf konzentrieren, unser Spiel auf das nächste Level zu bringen.“
Kurt Russ, Cheftrainer des 1. FFC Turbine Potsdam
„Nach einer sehr emotionalen Woche – mit dem Pokalspiel gegen Bayern in München – können wir mit diesem Spiel äußerst zufrieden sein. Unser Ziel war es, die Intensität hochzuhalten und viele gefährliche Situationen in der gegnerischen Box zu kreieren. Das ist uns über weite Strecken gelungen, auch wenn es Phasen gab, in denen uns die letzte Durchschlagskraft gefehlt hat. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden – sowohl mit der Intensität als auch mit der Leistung und der Torausbeute. Es war eine lange Auswärtsfahrt, aber definitiv eine erfolgreiche. Ich wünsche Turbine Potsdam und Kurt Russ für die restlichen Spiele alles Gute und maximalen Erfolg – ich weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd diese Momente sein können.“
Theodoros Dedes, Cheftrainer der TSG Hoffenheim
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Am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga musste der 1. FFC Turbine Potsdam eine deutliche 0:7 (0:3)-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim hinnehmen. Trotz eines mutigen Starts konnte das Team von Trainer Kurt Russ den Favoriten nicht lange aufhalten. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigte sich die Effizienz der Gäste, die die Potsdamer Defensive mehrfach überwand.
Erste Halbzeit: Mutiger Start, aber Hoffenheim eiskalt
Turbine begann die Partie engagiert und versuchte, Hoffenheim früh unter Druck zu setzen. In den ersten Minuten störte das Team die Gäste konsequent im Spielaufbau, sodass diese zunächst Schwierigkeiten hatten, ihr Spiel zu entfalten. Doch die TSG nutzte ihre erste große Gelegenheit direkt zur Führung: Ereleta Memeti traf in der 10. Minute im zweiten Versuch zum 0:1.
Nur zehn Minuten später erhöhte die ehemalige Turbine-Spielerin Selina Cerci auf 0:2. Nach einer Flanke scheiterte Melissa Kössler zunächst an Potsdams Bundesliga-Debütantin Silia Plöchinger, doch Cerci verwandelte den Abpraller sicher.
Potsdam versuchte, sich nach den schnellen Gegentoren wieder zu stabilisieren, doch Hoffenheim blieb gefährlich. Die Gäste setzten immer wieder über die Außen Akzente, sodass die Potsdamer Defensive kaum zur Ruhe kam. In der 32. Minute sorgte Jill Janssens mit einem platzierten Schlenzer für den 0:3-Halbzeitstand.
Zweite Halbzeit: Hoffenheim dreht weiter auf
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Hoffenheim das Spielgeschehen fest im Griff. Die Gäste machten weiter Druck und ließen Turbine kaum Entlastung nach vorne. In der 58. Minute fiel das 0:4 durch Selina Cerci, die per Kopf traf.
Nur zwei Minuten später erhöhte Féli Delacauw auf 0:5. Zwar kam Turbine durch Kim Schneider zu einem Abschluss, doch TSG-Torhüterin Laura Dick war auf dem Posten.
In der Schlussphase sorgte Hoffenheim mit drei weiteren Treffern für den deutlichen Endstand. Féli Delacauw erzielte in der 82. und 87. Minute zwei weitere Tore und machte damit ihren Hattrick perfekt. Ein Ehrentreffer für Potsdam blieb aus, auch weil Viktoria Schwalm kurz vor Schluss nur den Pfosten traf.
Aufarbeiten und nach vorne blicken
Für Turbine Potsdam bleibt die Hoffnung auf Besserung in den kommenden Partien. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte unser Team in Phasen Moral – nun gilt es, daraus Lehren zu ziehen und in den nächsten Spielen wieder Punkte zu holen.
Aufstellung 1. FFC Turbine Potsdam: Plöchinger, Schmid, Taslidza (67. Thalia), Schneider (74. Schwalm), Cramer, Ito, Grincenco (67. Limani), Gnädig, Haering (46. Vianden), Bernhardt, Lindner (67. Hahn)
Aufstellung TSG Hoffenheim: Dick, Kaut, Rankin (61. Grabowska), Memeti (46. Steiner), Janssens (69. Weiß), Cazalla (46. Ritter), Delacauw, Kössler, Cerci (61. Hickelsberger-Füller), Diehm, Dongus
Tore: Ereleta Memeti (9.), Selina Cerci (19., 58.), Jill Janssens (32.), Feli Delacauw (60., 82., 87.)
Schiedsrichterin: Levke Scholz
Gelbe Karten: Suya Haering (42.), Jennifer Cramer (76.)