Historie
Mittlerweile blickt der 1. FFC Turbine auf eine über 45-jährige Geschichte zurück. Bernd Schröder, der die erste Bundesligamannschaft bis 2016 betreute, lebt nicht nur seit der Geburtsstunde mit dem Verein, er war gleichzeitig auch sein „Geburtshelfer“.
Am 5. März 1971 gründete er in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Turbine Potsdam die Abteilung „Frauenfußball“. In der damaligen DDR war es für Unternehmen üblich, Betriebssportgemeinschaften zu unterhalten. Diese wurden vollständig durch ihre sogenannten Trägerbetriebe finanziert.
Die Frauenfußballabteilung der BSG Turbine Potsdam gehörte zu einer von insgesamt 16 Abteilungen der BSG des regionalen Energieversorgers in Potsdam, bei dem Bernd Schröder bereits damals tätig war. Die gesamte BSG umfasste circa 2000 Mitglieder, in der Abteilung Frauenfußball begann man mit einer ersten Mannschaft und einer Nachwuchsmannschaft.
Bis 1990 spielte die Mannschaft in der DDR-Oberliga. 1990 dann wurde im Zug des Umbruches in Deutschland die BSG Turbine Potsdam aufgelöst und in einen gemeinnützigen Verein umgewandelt, im gleichen Jahr gliederte sich der Deutsche Fußballverband (DFV) der DDR dem DFB an. Auch im neugegründeten Sport- und Spielverein Turbine Potsdam (SSV Turbine Potsdam) gab es, nach wie vor mit Bernd Schröder, eine eigenständige Abteilung Frauenfußball. Diese umfasste 60 bis 70 Aktive, die sich in eine erste und eine zweite Mannschaft sowie in zwei Mädchenteams aufteilten.
Unter dem Dach des SSV agierte die Frauenfußballabteilung als eigenständige Abteilung. Die Spezifik und die Ernsthaftigkeit der Bestrebungen der Frauenfußballverantwortlichen erforderten jedoch nach geraumer Zeit einen eigenen Verein, um „Ziele schneller erreichen zu können“, wie Bernd Schröder resümiert. „Wir wollten strukturelle und organisatorische Defizite abbauen und beispielsweise auch Sponsoren in Eigenregie werben. Die Unterstützung durch den Verein war für dergleichen Bestrebungen nicht vorhanden.“ Somit gründete sich aus der Frauenfußballabteilung des SSV Turbine Potsdam am 1. September 1999 der 1. FFC Turbine Potsdam, wie es ihn bis heute gibt.
Bereits 1995/96 hatte man konzentrierte Anfänge des Verbundsystems Sportschule Potsdam, Olympiastützpunkt Potsdam, Fußballlandesverband Brandenburg sowie dem Verein begonnen. Mit diesem Modell trägt man der Nachwuchsarbeit Rechnung. Mittlerweile werden jährlich bis zu zehn besonders talentierte Nachwuchsfußballerinnen am Sportgymnasium Potsdam aufgenommen. Im Einklang mit der schulischen Ausbildung erfahren sie an der Sportschule auch eine gezielte fußballerische Ausbildung. „Hätten wir dieses Modell nicht praktiziert, wären wir heute nicht in dieser Situation und hätten hinsichtlich Quantität und Qualität riesige Probleme“ erklärt Bernd Schröder die Importanz des Nachwuchskonzeptes.
Nach mehrfach wechselnden Präsidenten – eine Zeit lang übte Bernd Schröder selbst das Amt neben seiner Trainertätigkeit aus – wurde schließlich in einer Mitgliedervollversammlung am 18. Dezember 2003 Günther Baaske (zu der Zeit Sozial- und Familienminister des Landes Brandenburg) zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Der Verein zählt aktuell etwa 550 Mitglieder. Zu diesen zählt auch der einstige DFB-Präsidenten Theo Zwanziger: „Ich freue mich sehr, Mitglied in diesem Verein zu sein, mit dem ich sehr sympathisiere und dessen Arbeit ich unterstütze und bewundere“, so Zwanziger nach seinem Vereinseintritt im Mai 2005.
Seit dem 11. November 2022 vertritt Dr. med. Karsten Ritter-Lang den 1. FFC Turbine Potsdam als Präsident.
Für alle Interessierten, die die Arbeit und die Ziele des 1. FFC Turbine Potsdam mittragen und unterstützen möchten, bietet der Menüpunkt „Mitgliedschaft“ Informationen zu einer Mitgliedschaft im Verein.
Erfolge
2024 – Deutscher Meister 2. Frauen-Bundesliga
2016 – Dt. Meister B-Juniorinnen
2015 – Dt. Meister B-Juniorinnen
2014 – DFB-Hallenpokal-Sieger, Meister 2.Bundesliga/Nord, B-Juniorinnen Vize-Meister
2013 – Deutscher Vize-Meister, DFB-Hallenpokal-Sieger
2012 – Deutscher Meister, Meister 2. Bundesliga/Nord, B-Juniorinnen Vize-Meister
2011 – Deutscher Meister, UEFA Women’s Champions League Finalist, DFB-Pokal-Finalist, Dt. Meister B-Juniorinnen
2010 – UEFA Women’s Champions League Sieger, Deutscher Meister, DFB-Hallenpokal-Sieger, Dt. Meister B-Juniorinnen
2009 – Deutscher Meister, DFB-Hallenpokal-Sieger, erstmalige Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League, DFB-Pokal-Finalist, Dt. Meister B-Juniorinnen
2008 – DFB-Hallenpokal-Sieger, Dt. Meister B-Juniorinnen
2006 – Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger, UEFA Women’s Cup Finalist, Dt. Meister B-Juniorinnen, Meister der Landesliga Brandenburg – Aufstieg in die Verbandsliga Brandenburg (4. Mannschaft)
2005 – UEFA Women’s Cup Sieger, DFB-Pokal-Sieger, DFB-Hallenpokal-Sieger, Dt. Meister B-Juniorinnen, Meister der Verbandsliga Brandenburg und nach Gewinn der Relegationsspiele Aufstieg in die Regionalliga (3. Mannschaft)
2004 – Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger, DFB Hallenpokal-Sieger, erstmalige Qualifikation für den UEFA Women‘s Cup, Dt. Meister B-Juniorinnen, Aufstieg der 2. Mannschaft in die 2. Bundesliga/Staffel Nord
2003 – Dt. Vizemeister, Dt. Meister B-Juniorinnen
2002 – Dt. Vizemeister
2001 – Dt. Vizemeister, B-Juniorinnen Vizemeister
2000 – Dt. Meister B-Juniorinnen
1994 – Meister der Regionalliga Nordost, Aufstieg in die Bundesliga Nord
1992 – Meister der Regionalliga Nordost (nach Relegation kein Aufstieg in die Bundesliga Nord)
1990 – DDR-Vizemeister
1989 – DDR-Meister
1987 – DDR-Vizemeister
1986 – DDR-Meister
1985 – DDR-Meister
1984 – DDR-Vizemeister
1983 – DDR-Meister
1982 – DDR-Meister
1981 – DDR-Meister